Wanderung ins Tal zur grössten Burgruine der Surselva

   


Das Ziel der spannenden Tageswanderung hinüber zur Waltensburger Terrasse ist die feudale und gut erhaltene Burgruine Jörgenberg. Charakteristisch für den Rundgang sind die Wanderungen entlang der beiden Hochebenen und die knappen, aber steilen Ab- und Aufstiege rechts und links vom Rhein. Auf der linken Talseite müssen rund 500 und auf der rechten 300 Höhenmeter auf einer relativ kurzen Distanz bewältigt werden. Die reine Wanderzeit beträgt gut sechs Stunden. Die Tal- und Burgerkundungstour beginnen wir am besten in Meierhof und wandern auf einem gut 7 km langen Waldweg hinunter zur Talsohle. Dieser Weg war früher eine wichtige Verbindung mit dem Kreis Ruis, zu dem Obersaxen reisenden rege benützt. Beim Austritt aus dem Wald mündet der alte Pfad in eine Flurstrasse.


Nach einem insgesamt 45 minütigen Aufstieg erreichen wir den äusseren Teil des langgezogenen Dorfes Waltensburg. Dort wenden wir uns nach rechts und wandern auswärts auf den übersichtlich signalisierten Dorf- und Landwegen zur Burgruine Jörgenberg am äusseren Ende der Höhenterrasse. Wenige hundert Meter vor dem Burggelände erinnern uns zwei gemauerte Galgensäulen auf einem exponierten Hügel an die schrecklichen Hinrichtungen, der durch den Strang zum Tode verurteilten Gesetzesbrecher. Dieser durch die Geschichte belastete Ort beschwört unweigerlich ein ungutes Gefühl des Nachdenkens und Schweigens herauf. Gedankenversunken erreichen wir in wenigen Minuten die imposante Burgruine Jörgenberg. Der 5-geschossige Wohnturm, die Grundmauern vom nachträglich gebauten Wohnpalace, der Kirchturm der einstigen Kirche St. Georg, die ummauerte Vorburg, das Haupttor und das geräumige Hofareal auf dem abgrundtiefen Plateau zeugen von überregionaler Macht und Grösse der damaligen Herrscherfamilien zu Jörgenberg. Interessante Informationen zur bemerkenswerten geschichtlichen Vergangenheit der Burganlage finden sich auf einer Informationstafel an gut sichtbarer Stelle im Hof. Die ruhige Lage, der prächtige Ausblick über das Rheintal und die Feuerstellen laden zum Picknicken und Verweilen im Schatten der mächtigen Bäume ein. In zahlreichen Kehren geht es nach der Rast durch einen Waldweg nach Rueun hinab, wo wir erneut die Hauptstrasse und dann den Rhein auf einer alten, überdachten Holzbrücke überqueren. Etwa 150 m flussabwärts beginnt der steile Aufstieg nach Flond auf einem vom Oberstufenzentrum Eschenbach instand gesetzten und mit vielen Stufen und Kehren gesicherten Bergpfad. Auf halber Höhe mündet dieser in eine Forststrasse. Nach insgesamt 50 Minuten Aufstieg erreichen wir die grüne Ebene westlich von Flond. Der Weg zurück zum Ausgangsort Meierhof beträgt ungefähr 6 km. Wer hier die Wanderung abbrechen will, kann bei der Haltestelle in Flond das Postauto betreten. Der Wanderweg führt uns durch offene und bewaldete Landstiche hinauf nach Valata, wo wir den tiefen Valater Bach überqueren und zum Dachlisee hinunterlaufen. Der Umweg zum stillen Waldsee lohnt sich in jedem Fall. Anschliessend folgen wir dem Wald- und Feldweg hinauf nach Affeier. Am Dorfeingang leitet uns ein Spazierweg hinüber zum Pifalwald.


Darin verborgen sind herrliche Wald- und Panoramawege entlang der Terrassenkante, ein Vita Parcours und ein grosser Grill-, Spiel- und Begegnungsplatz. Der 700 m lange Schlussteil unserer Wanderung führt uns auf einem Feldweg hinunter nach Meierhof.



Veranstaltungen
30.07.2010
Ort: Meierhof
31.07.2010
Ort: Meierhof
02.08.2010
Ort: Meierhof
02.08.2010
Ort: Misanenga
02.08.2010
Ort: Valata, Restaurant Talstation
02.08.2010
Ort: Platenga
03.08.2010
Ort: Lumbreinerbrücke
03.08.2010
Ort: Meierhof
03.08.2010
Ort: Meierhof
04.08.2010
Ort: Meierhof
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