Über den Blausee wacht der beinharte Piz Valgronda
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Ausgangsorte | Friggahüs (St. Martin) oder |
Lumbreiner Brücke | |
Distanz | 24 km |
Höhenmeter | 1470 m |
Wanderzeit | 6.30 h |
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Klassifizierung | Route für bergtüchtige Wanderer |
Eine Tagestour hinauf in die felsige Gebirgswelt gehört zum Besten, was Obersaxen im Sommer zu bieten hat. Bis zum Ausgangspunkt Friggahüs verkehrt das Postauto. Bei der ersten Strassengabelung kurz vor St. Martin nehmen wir das Fahrsträsschen links. Bei der nächsten Kreuzung halten wir links und laufen hinunter zur Brücke. Auf der rechten Tobelseite verlassen wir den Weg und folgen dem Pfad, der dem Tscharbach entlang bei der Lumbreiner Brücke erneut in die Alpenstrasse mündet. Bis hierher ist die Hin- und Rückfahrt auch mit dem Privatauto möglich, was die Wanderung stark verkürzt. Nach 500 m wenden wir uns bergwärts und steigen auf einem ziemlich steilen Bergweg hinauf zur Inneralp. Oberhalb der Alphütte geht der Weg in einen Pfad über, der uns auf eine Seitenflanke bringt. Dem Pfad folgend, erreichen wir in Kürze einen kleinen Bergsee, ein stark mäanderndes Bächlein, das sich in einer flachen Mulde staut.
Nun durchqueren wir einen grossen Abhang und steigen hinauf auf eine Bergkante. Was sich dahinter versteckt, übersteigt unser Vorstellungsvermögen. In einem tiefen Kessel der mit Spannung erwartete Blausee mit einem richtigen Bach als Zu- und Abfluss, Bergwind und Wellen, einer Uferpromenade und einem Schaufensterblick ins Blaue, als wäre dies das Selbstverständlichste der Welt, notabene auf fast 2400 m ü. M. Noch stehen uns 400 Höhenmeter bevor. Ein bisschen Himalaja-Gefühl überfällt uns: links der Schafchopf, rechts der Piz Lad und vor uns der anvisierte Piz Valgronda mit majestätischen Flanken wie ein Achttausender. Die letzten 600 Meter führen auf einem riesigen Schotterfeld dem Grat entlang hinauf zum Gipfel. Nach dem Eintrag ins Gipfelbuch bleibt genügend Zeit für einen Rundblick auf die Bergwelt mit ihren gewaltigen Felsformationen und für eine Stärkung aus dem Rucksack. Der Abstieg erfolgt westlich zum Sattel und über Alpenweiden hinab ins Schwarztobel. Bei der Grener Alphütte zieht sich der Weg talaus- und abwärts hinunter zur Talsohle.



